LandschaftPlus - der Blog

10 Gründe für ELASA

07. November 2017, Marco Giardino - Aktuelles, International

von Svenja Schmitz

1. Internationale Freunde

Die Teilnehmer kommen von überall her. Durch die ähnlichen Interessen und die lockere Atmosphäre fühlt man sich schon nach wenigen Tagen wie unter Freunden, die man schon ewig kennt. Schon entsteht ein internationales Netzwerk aus späteren Kollegen.

 

2. Geheime Ecken

Da das Treffen immer von Einheimischen organisiert wird, bekommt man schöne Orte zu sehen, die nicht direkt in jedem Reiseführer stehen und erhält direkt noch ein paar Insiderinformationen.

 

3. Anderes Land, andere Landschaft

Man setzt sich mit einem bisher fremden landschaftlichen Kontext und dessen Umgang auseinander. Eventuell besichtigt man auch international bekannte Werke. Wenn es dann in der Vorlesung wieder heißt: "Da muss man mal gewesen sein!", erweitert man ausnahmsweise nicht die beängstigend lange Liste in seinem Kopf. Sondern man kann sich zurücklehnen und sagen: "Da war ich schon. Da muss man wirklich mal gewesen sein."

 

4. Inspiration

Ausnahmsweise ist man mal nicht auf Uni-Projekte fokussiert, sondern kann sich sorglos treiben lassen. So nimmt man seine Umwelt intensiv wahr und saugt Inspiration auf wie ein Schwamm. Neue Ideen strömen nur so auf einen ein!

 

5. Austausch

Man erfährt viel über das Studium der anderen, was sie antreibt und was ihre Zukunftspläne sind. Außerdem kommt Neugier auf, wie die Landschaft in ihrer Heimat wohl ausschaut und plötzlich will man z.B. nichts sehnlicher sehen als die Natur Estlands!

UND 5 WEITERE GRÜNDE HIER! 

10 Gründe für ELASA

ELASA 2017: Momentaufnahme

31. October 2017, Marco Giardino - Aktuelles, Studienalltag, International

von Svenja Schmitz

Ein ELASA-Moment

Ein fröhlich ausgelassener Haufen Landschies sitzt gespannt ums Lagerfeuer herum. Konzentriert rösten sie ihr Stockbrot, mit teilweise ausgefuchsten Halterungs-Strategien. Einer der Vorteile ihrer unterschätzten Kreativität.

Im Hintergrund geben die Food-Mamas alles: Ein Haufen Fleisch, noch mehr Gemüse, 30 hungrige Bäuche, aber nur ein Grill. Mit Grillkäse und -kohle jonglierend, vollbringen sie die Meisterleistung alle ELASA-Kinder satt zu kriegen, bevor sie sich selbst etwas zu essen erlauben.

Satt sitzen alle ums Feuer, nach dem Sprung in den See, eine kostbare Wärmequelle. Lisa unterhält mit ihrem gekonnten Gitarre-Spiel. Begeistert wird gelauscht und mitgesungen.

Die Orga-Mädels sind so froh, dass alles so schön ist, dass sie rücklings kichernd im nassen Gras landen und nach Sternschnuppen Ausschau halten. Und da sind so viele an diesem Abend. Weit abseits der Stadt leuchtet die Milchstraße über unseren Köpfen. Ein prachtvoller Anblick. So kostbar diese Natur. Da wird mir wieder klar, warum wir das hier machen und zufrieden schaue ich in die Runde. So viele liebenswürdige Köpfe, voll mit neuen Ideen. Gemeinsam machen wir die Welt ein kleines bisschen besser.


Anmerkungen zu Professor Kühns Vortrag über die Verwendung von Fremdarten

26. October 2017, Marco Giardino - Kritische Stimmen, Aktuelles, Forschung

von Markus Bauer

Herr Professor Kühn hat sich meiner Ansicht nach in seinem Vortrag am Weihenstephaner Forum zum einen an einer Stelle widersprochen, und zum anderen seine Position nicht gegenüber einer aktuellen Gegenposition, sondern gegenüber einer überwundenen aufgebaut.

Lies hier den vollständigen Artikel!

Anmerkungen zu Professor Kühns Vortrag über die Verwendung von Fremdarten

Kontakttag 2017

21. October 2017, Marco Giardino - Aktuelles, Personen

von Team Kontakttag 2017

Der Kontakttag ist eine Veranstaltung, bei der Absolventen unseres Hauses eingeladen werden, um den angehenden Landschaftsarchitekten und -planern über ihren beruflichen Alltag zu berichten. Jeder Absolvent wurde dabei von einem Studenten ("Pate") vor dem Publikum interviewt. Die Absolventen kamen aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern und somit bot sich den Studenten ein vielfältiger Einblick in ihre künftigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Im Publikum waren aber nicht nur Studenten, sondern auch namhafte Landschaftsarchitekten wie Peter Latz.

Katharina Dropmann mit Jonas Arndt & Paul Diehl

Die beiden jungen Absolventen arbeiten zwar derzeit in unterschiedlichen Büros, wollten jedoch zusammen zum Kontakttag kommen und das hat einen Grund. Seit Jahren engagieren sie sich ehrenamtlich in einem Projekt im rumänischen Siebenbürgen. Die Region leidet unter Verfall, da viele ihrer Bewohner weggezogen sind. Unter Einbindung der Bevölkerung werden ungenutzte Kirchenburgen der evangelischen Gemeinde umgenutzt und somit beispielsweise Arbeitsplätze geschaffen. Im Sommer kann man sich in dem Projekt engagieren. Informationen gibt es hier.

HIER GEHT ES ZUM GANZEN BERICHT VOM KONTAKTTAG 2017!

Foto: Team Kontakttag 2017
Kontakttag 2017

ELASA Jahrestreffen 2017: Alpitecture - Zwischen glücklichen Kühen und Sträuchern in Entchenform

20. September 2017, Marco Giardino - International, Studienalltag

von Svenja Schmitz

Das diesjährige Treffen der Elasa (European Landscape Architecture Student Association) hat es sich zum Ziel gemacht, internationalen Studenten die europäischen Alpenlandschaften und ihre Städte aus dem grünen Blickwinkel zu zeigen.  Als Teil dieser bunten Gruppe merkt man schnell, dass es kaum etwas Schöneres gibt, als mit Gleichgesinnten, die Gegend zu erkunden und über Landschaftsarchitektur zu plaudern.  Ein recht großer Teil der Gruppe bestand aus Deutschen, von denen jedoch ein paar die niederländische Studentenfraktion vertraten. Einen weiteren großen Anteil machten die sechs Leute aus Estland aus, während der Rest von überall her kam: Finnland, Türkei, Bulgarien… Mit Jin hatten wir sogar eine Chinesin an Bord! Auf unserer Grand Tour haben wir 4 Länder durchquert, sofern man Liechtenstein als eines bezeichnen kann. Wir haben die Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Landschaft sowie gestalteter Stadtlandschaft diskutiert. Statt sie nur auf Bildern zu betrachten, haben wir selbst an diesen Orten verweilt. Dabei mussten wir uns um nichts kümmern, da die Organisatoren einen hervorragenden Job gemacht haben. Sie brachten uns zu den schönsten Orten und versorgten uns dort mit reichlich Essen, Unterhaltung und vor allem mit Bier, sogar im Bus. Wohl auch einer der Gründe warum es einfach immer etwas zu lachen gab.

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ELASA Jahrestreffen 2017: Alpitecture - Zwischen glücklichen Kühen und Sträuchern in Entchenform

Landschaft+Gespräch 5: Prof. Dr. Stephan Pauleit

05. September 2017, Marco Giardino - Personen

von Stephan Pauleit und Marco Giardino

Sie haben fast das gleiche studiert wie wir...wie haben Sie damals die Studienwahl getroffen? Wussten Sie gleich, dass das ist Ihr „Ding“?

 

Damals hieß das noch Landespflege. Ich habe 1981 hier angefangen und bin 1987 mit der Diplomarbeit fertig geworden. Ich weiß nicht mehr genau, was ich mir damals alles vorher  überlegt habe. Aber ich habe gegen Ende der Schulzeit ein besonderes Interesse an Umweltfragen entwickelt. Das war in der Zeit, in der die grüne Bewegung besonders stark geworden ist, naheliegend. Beim BUND oder ähnlichen Umweltorganisationen war ich aber nie engagiert. Letztendlich bin ich dann nach Weihenstephan zum Schülertag gefahren und hab mich dann hier beworben, das hat dann auch geklappt.

 

 

Also gab es damals kein Bewerbungsgespräch, ...

 

 

Lies hier das ganze Interview!

 

 

 

Landschaft+Gespräch 5: Prof. Dr. Stephan Pauleit

Ein Bericht aus "Pestizidtirol"

04. September 2017, Marco Giardino - International, Aktuelles

von Marco Giardino

Ein wütendes Grollen ging kürzlich durch Südtirols Täler gen Norden. Adresse der Empörung: Das Umweltinstitut München (e.V.). Der Grund: Die Umweltaktivisten machen derzeit mit einer provokanten Aktion auf den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln in Südtirols Monokultur-Obstplantagen aufmerksam. Die Kritik: Südtirol müsse sich entscheiden, was es sein wolle: Entweder ein Tourismusland mit intakter Natur & Landschaft oder eines mit Pestizidwirtschaft, beides passe nicht zusammen. So würden in den Südtiroler Obstplantagen im Durchschnitt 42 kg Pflanzenschutzmittel pro Hektar und Jahr ausgebracht, während es im übrigen Staatsgebiet Italiens deutlich weniger seien. Das massenhaft ausgebrachte Gift bleibe aber keineswegs nur in den Obstplantagen, sondern sei überall zu finden: In Flüssen, in benachbarten Bio-Betrieben, im Viehfutter und somit auch in der Milch. Doch ist es die Kritik allein, die in Südtirol sauer aufstößt? Nein. Landeshauptmann (in Deutschland entsprechend: Ministerpräsident eines Bundeslandes) Arno Kompatscher (Südtiroler Volkspartei - SVP) fährt rechtliche Geschütze gegen das Umweltinstitut auf, weil es mitten am Münchener Karlsplatz-Stachus ein Plakat aufhängen lies, auf dem "Südtirol sucht saubere Luft" im Stil der üblichen Tourismuswerbung des Landes zu lesen war. Dies fasst man als klaren Rechtsverstoß auf. Kompatscher bekräftigt aber auch, dass sich die Südtiroler Bauern an alle Regeln hinsichtlich des Pflanzenschutzes hielten. Das Umweltinstitut hält jedoch dagegen: Es gehe auch anders, wie man in der Vinschger Gemeinde Mals sehen kann. Hier hatte der Verein bereits vor einiger Zeit eine Initiative unterstützt, die die Gemeinde pestizidfrei machte. Dieses Beispiel sollte Schule machen, sind sich die Umweltaktivisten aus München einig. Davon würden nicht nur die Gesundheit und Umwelt profitieren, sondern auch Südtirols Tourismus, denn eine bessere Werbung könne es für das Land gar nicht geben. 

Letztendlich hat das Umweltinstitut durch seine provokante Aktion erreicht, dass die Kritik gehört wurde. Ob dies rechtlich einwandfrei war, wird derzeit noch geprüft. Allerdings ist die Reaktion der Südtiroler Politiker durchaus verständlich, geht es schließlich um die zwei größten Wirtschaftssäulen des Landes: Die Landwirtschaft und den Tourismus. Und damit auch um Geld, sehr viel Geld und den Wohlstand der kleinen autonomen Provinz. Negativschlagzeilen hört man da ungern. Es wird sich zeigen, in welche Richtung sich die Südtiroler Landwirtschaft und der Tourismus entwickeln werden. Doch solche Entwicklungen brauchen etwas Zeit und ein besonnenes Vorgehen, um der lokalen Bevölkerung nicht vor den Kopf zu stoßen. Eine nachhaltigeres Wirtschaften wäre in Zukunft begrüßenswert.

Obstwiese in der Nähe von Meran, Südtirol (Fotos: Marco Giardino)
Ein Bericht aus "Pestizidtirol"

Landschaft+Gespräch 3: Marion Linke

11. July 2017, Marco Giardino - Personen

von Marion Linke, Nikolaus Fröhlich und Marco Giardino

Schwamm sein - Neugierig bleiben und Zufälle zulassen

Marco Giardino und Nikolaus Fröhlich im Gespräch mit Marion Linke über ihr erstes Semester

Wir studieren im ersten Semester Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung und stellen bereits jetzt einige Unterschiede in der Sichtweise auf die Landschaft fest. Nun wird in Deinem Büro beides betrieben. Welche Konflikte, Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es?

Wirkliche Konflikte gibt es nicht, allerdings gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, vor allem bei den Maßstäben. So ist die Landschaftsplanung meistens in viel gröberen Maßstäben unterwegs als die Landschaftsarchitektur. Ich bin zwar ausgebildete Freiraumplanerin, arbeite inzwischen aber hauptsächlich in der Landschafts- und Stadtplanung. Ich finde man sollte sich da auch gar nicht so festlegen, sondern wenn es geht und wenn es einem Spaß macht auch mal in die andere Richtung hineinschauen. Deswegen finde ich gehört beides zusammen.

Lies hier das vollständige Interview!

Landschaft+Gespräch 3: Marion Linke