LandschaftPlus - der Blog

Landschaftsplaner/in - kein Beruf für schwache Nerven?

18. May 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Marco Giardino

Dieser Dienstag hatte es wirklich in sich. Es war keiner der normalen LP-Dienstage, die um 08:30 Uhr mit einer entspannten Vorlesung beginnen würden. Nein, es war ein Dienstag, der um 06:00 Uhr in Untergartelshausen begann. Erzähle ich das meinen Freunden und Verwandten, glauben sie es mir erst oft gar nicht. "Was? Uni? Um 6? Ich dachte ihr schlaft bis mittags, setzt euch 2 Stunden in die Uni und geht abends wieder feiern? Was studierst du denn bitte?!". Antworte ich dann "Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung" ist die Verwirrung meist umso größer. Nein, aber um jetzt mal auf den Punkt zu kommen, ja was zur Hölle machen Studenten um 6 Uhr morgens in einem verschlafenen Kaff? Sie lauschen gespannt und sind ganz still, denn genau genommen ist es um diese Uhrzeit draußen ziemlich laut.

Lies hier den vollständigen Artikel!

Foto: Marco Giardino
Foto: Marco Giardino
Landschaftsplaner/in - kein Beruf für schwache Nerven?

Der Drucker

18. May 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag, Prosa

von Lisa Weisner

Der Drucker/ Plotter, eine Odyssee der unzähligen Akte
Oder der stete Kampf zwischen Hoffnung und Verzweiflung
 
Zum Anfang ein Zitat aus dem Internet:
Bei PC- Problemen sitzt das Problem zu 95% vor dem Computer.
Außer beim Drucker. Da ist das Problem IMMER der Drucker!!!


Anscheinend sind wir nicht die Einzigen, die diese Meinungsverschiedenheiten haben. Äußerst tröstlich. Ich finde dieses Zitat trifft es eigentlich ganz gut. Und es lässt sich sowohl auf Drucker als auch die Plotter anwenden. Für den besseren Lesefluss nenne ich sie jetzt einfach "Plocker".

Der Plocker weiß ganz genau, wann du zu spät dran bist. Er fühlt das, sobald du den Raum betrittst. Oder vielleicht gefällt ihm deine T-Shirt Farbe heute nicht. Vielleicht sind es auch die Schuhe? Oder hat grad seine Tage und ist eine Oberzicke und Diva? Die Mariah Carey des Instituts. Denn tun was er soll? Nicht mit ihm! Wenn man den Drucker nur piepsen hört bekommt man schon Angstzustände. Ein Druckertrauma ist entstanden. Eine wirklich ernst zu nehmende Sache, die einen sein ganzes Leben lang begleiten wird.

Es empfiehlt sich immer viel Zeit einzuplanen. Manchmal braucht es nur ein paar Streicheleinheiten. Manchmal auch Schimpfwörter… und ihm äußersten Notfall auch mal Handgreiflichkeiten. Manchmal aber auch einfach nur die Hoffnung, dass der Plotterwart grad Zeit hat und wie von Zauberhand die Plocker zum Laufen bekommt. Weil meistens ist es ja nicht nur einer der keinen Bock hat. Oft sind es 3 gleichzeitig, die nicht wollen. Geht er dann mal freut man sich doch… Oh ist das nicht die Farbe die du haben wolltest? Mhhh das tut mir jetzt aber leid…  Jetzt habe ich mich abgeschaltet beim halben Plan; ist doch nicht schlimm oder?

Pünktlich vor der Abgaben Woche stauen sich die verlorenen Seelen davor. Wegen genannten Gründen oder auch anderen… die Plocker können da sehr erfinderisch sein. Grade wenn sie am dringendsten gebraucht werden. Es ist ein Ort der Verzweiflung an dem schon viele Nerven zerstört wurden. Oft ist der Weg zum Plocker begleitet von einem unglaublichen Klammern an die Hoffnung: Bitte lass alles glattgehen. Bitte! Kein Papierstau, keine leere Patrone oder was er sonst noch so für Probleme hat. 

Manchmal gibt man einfach auf und geht zum Copyshop.

Und doch ist und bleibt es der IT-Treffpunkt im Institut. Der Pilgerort, das Mekka all derer die plotten oder drucken wollen. Allein schon wegen dem unschlagbaren Preis! Und auch weil du fast nie alleine bist. Irgendein Verzweifelter sitzt fast immer im Plotterraum. Nirgends lernst du die Leute so gut kennen wie hier! Es ist allein dem Plotterwart zu verdanken, dass irgendwann wieder alles läuft und noch nichts in die Luft geflogen ist.

Zu Verteidigung: Ich bin froh, dass wir die Plocker vor Ort haben! Wenn ich da an die Architekten denken muss, die immer eine halbe Wanderung über den Campus machen müssen zum Plotten. Und wie oft ich schon mehrmals am Tag zum Plotter gegangen bin… Die Plocker funktionieren schon den Großteil der Zeit. Nur macht dann der Scanner zicken. Aber das ist eine andere Geschichte.


Projekt Landschaftsarchitektur 2: Nanga Parbat - Ein erster (realer) Eindruck

17. May 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Marco Giardino

Wir hatten es schlimmer erwartet - sagen wir es einmal so. Nach der theoretischen Projekteinführung in unser Landschaftsarchitekturprojekt an der Nanga-Parbat-Straße in München-Moosach hatte ich einen Problembezirk mit Berliner Ausmaßen erwartet. Doch dann fanden wir an unserem Exkursionstag einen, für viele von uns, überraschenden Zustand des Viertels vor: Die Bebauung ist zwar typisch für die 60er Jahre, in großen Wohnzeilenbauten und meist wenig optisch attraktiv. Dennoch gibt es bereits großzügige Grünflächen mit erhaltenswertem Gehölzbestand. Trotzdem wurde das Gebiet um die Nanga-Parbat-Straße von der Landeshauptstadt München zum Untersuchungsgebiet auf Sarnierungsbedarf erklärt. Warum also? Das erklärte uns ein Vertreter der Landeshauptstadt: Bereits jetzt gäbe es tiefgreifende strukturelle und soziale Defizite, die es mit einer vernünftigen Stadtplanung zu beseitigen gilt. In anderen deutschen Großstädten würde man sagen, hier meckert man in München ja wieder einmal auf hohem Niveau. Aber vielleicht ist dieser geschärfte Sinn der Münchener Verwaltung auch ein Aspekt, der unter anderem dazu beiträgt, dass es in München keine "Ghettos" und "No-Go-Areas", wie man sie aus Berlin und Städten in Nordrhein-Westfalen kennt, gibt. Dass es soziale Defizite gibt, zeigte sich auch in unseren Gesprächen mit Anwohnern vor Ort. Meine Arbeitsgruppe wurde beim Abmessen einer Grünfläche gleich hastig gefragt, ob "da jetzt dann eine Moschee hinkommt". Außerdem sagte man uns, es solle am besten alles so bleiben, wie es ist. Soll es das wirklich? Denn die Angst vor Veränderung und das Misstrauen gegenüber Ausländern, Muslimen, Behörden und der Politik zeigt eben diese Spaltung der Gesellschaft auf, die sich derzeit durch die ganze Bundesrepublik zieht. Und hier soll die Landschaftsarchitektur Abhilfe verschaffen? Ich sage: Ja. Durch clevere Konzepte und Gestaltung des Raumes kann man die Menschen auch ganz unbewusst zur Begegnung bringen und helfen, ihnen das Misstrauen voreinander zu nehmen. Natürlich ist das nur einer von vielen Aspekten, die zu einem guten Zusammenleben einer immer heterogener werdenden Bevölkerung beitragen. LAI hat sich also dieses Semester für uns ein besonders komplexes und zugegebenermaßen schweres Projekt überlegt. Trotzdem ein extrem spannendes Thema, das viel Freude beim Arbeiten bringen wird. Auf ein gutes Semester!

Die Zweitsemester mit Jonas Bellingrodt, Lars Hopstock und Uta Cascorbi auf der großen Grünfläche an der Nanga-Parbat-Str. (Foto: Marco Giardino)

Draußen...

13. May 2017, andreas.printz - Aktuelles, Forschung, International

von Andreas Printz

Daheim in der Welt. Die erste Ausstellung von dezidierten LandschaftsarchitektInnen im Architekturmuseum der TUM in der Pinakothek der Moderne. Und gleich ein Riesenerfolg mit mehreren hundert BesucherInnen pro Tag. Wunderschöner Presse. Begeisterten BesucherInnen.
Gelungene, ästhetische Provokation. Das Plakat zeigt einen gewundenen Flussverlauf. Bei genauerer Betrachtung ist es eine Kloake, die Flanken sind Müllberge. Gleichzeitig Waschplatz, Spielplatz, lebensfeindlicher Lebensraum für einen Großteil der Menschheit. Alltag in Großen Süden. Das zeigt alles die Ausstellung auf hohem ästhetischem Niveau. 5 Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten geben Einblick in ihre Projekte draußen im Großen Süden.

Lies hier den vollständigen Artikel!

Draußen...

Freisinger Pflanzenbörse vor unserem Institut

12. May 2017, andreas.printz - Aktuelles, Institut-Beete

von Andreas Printz

Stell dir vor, es gäbe in Freising eine Pflanzentauschbörse - und alle gehen hin!

Offenbar wächst wieder die Lust am Gärtnern. Von ‚Urban‘ bis ‚guerilla gardening‘ selbst in Freising – aber unabhängig von modischen Labels scheint eine Trendbeschäftigung weiter um sich zu greifen. Eine, die längst spießigen Schrebergartenkategorien entwachsen ist und eher durch ganzheitliche Sinn- und Gesundheitsstiftung, durch Selbstbestimmung im persönlichen Bereich bis hin zu internationaler ökologischer Völkerverständigung boomt.

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Freisinger Pflanzenbörse vor unserem Institut

Noble Blauhilde im Freigang

05. May 2017, Redakteur: Marco Giardino - Institutsbeete

von Vera Donata Wesinger

Auch wenn uns das Regenwetter ganz und gar nicht gefällt, die Pflanzen freut's. Mitte März gesät, dürfen heute die Stangenbohnen 'Blauhilde' ins Beet. Wenn's die nächste Woche fleißig miesepetriges Wetter hat und schön viel regnet, dann wachsen sie hoffentlich schnell zu noblen Gewächsen heran. 

Vielleicht nicht bis über die Wolken, wie im Märchen, aber dicht und schön blau-grün -  ihrem adligen Blut entsprechend. 

Genauso nobel ist dann auch der Regen- und Windschutz, den sie für unsere kleinen Tomaten darstellen, die Ende Mai ins Beet können. 

Weniger nobel, Tomatenpöbel aus Österreich und der Oberpfalz, der sich dann an den Füßen der hohen Blauhilden tummeln darf. 

Bald mehr aus dem Reich der Fräulein 'Blauhilde' und dem Tomatenpöbel - vielleicht bald mit einem feinen Gurkerich als Prinz?!

Vielen Dank an die fleißigen Unkrautjähter und Pflanzer Tine Geelhaar und Christopher King!


Zwei Wochen im Paradies

26. April 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Marie Heuberger

Wart ihr schon mal an der Nordsee? Viele von euch wissen sicherlich, dass das Wattenmeer  geschütztes Weltkulturerbe ist. Und in dieser riesigen Schatzkammer gibt es viele kleine Wunder zu entdecken, von denen ihr vielleicht noch nie gehört hab. Einer davon ist die Vogelschutz Hallig Norderoog. 

Sie liegt in der Schutzzone I des Nationalparks und darf von Touristen nur nach der Brutzeit bei geführten Wattwanderung betreten werden. Ansonsten lebt auf der Hallig nur ein Vogelwart und im Winter ist sie völlig unbewohnt. Wozu der ganze Aufwand? Hier ist einer der letzten Orte an denen die stark gefährdete Brandseeschwalbe regelmäßig brütet. Mit bis zu 5000 Brutpaaren beanspruchen sie ab April die Hallig. Sogar auf Tischen, Bänken und den Umläufen der Pfahlhütten brüten sie! 

 

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Foto: Marie Heuberger
Zwei Wochen im Paradies

Make the world gscheit again

24. April 2017, andreas.printz - Aktuelles, Forschung, International

von Andreas Printz

March for Science. In über 600 Städten der Welt demonstrierten am 22.4.17 hunderttausende gegen den Bedeutungsverlust der Wissenschaft, 3.000 davon in München. Bei einer auch allgemeinen Ausrichtung richteten sich die weltweiten Märsche aber insbesondere gegen den durch die Trump-Regierung ausgelöste antiwissenschaftliche Diffamierungs- und Ignoranzkampagne, welche durch massive Haushaltskürzungen in einigen missliebigen Forschungsbereichen eine konkrete Bedrohung von Wissenschaft mit historischen Dimensionen darstellt. Darf die „neutrale“ Wissenschaft, dürfen „neutrale“ Wissenschaftler überhaupt demonstrieren und wie sieht das (am Beispiel Münchens) aus, wenn sie es tun? → Lies hier den vollständigen Artikel!

Make the world gscheit again