LandschaftPlus - der Blog

Teil 1 - Politik. Trilogie einer Türkeireise März 2017

11. April 2017, andreas.printz - International

von Andreas Printz

Natürlich haben wir hier keinen Reiseblog – dennoch meine ich, dass hier ein paar Aspekte meines 18-tägigen Türkeitrips im März Platz finden sollten. Ich werde ein paar, wie ich meine jenseits eines reinen Urlaubsvergnügens relevante Aspekte meiner Reise, auf unserem Landschaftsblog in einer Trilogie abhandeln. U.a. aus aktuellen Gründen (das Referendum in der Türkei).
Teil 2 wird sein: Cirali – Aktueller Stand zur Transformation eines Küstenortes an der lykischen Küste bei Antalya
Teil 3: Lykische und kappadokische Landschaften
Hier also Teil 1 der Trilogie:

Darf/kann man derzeit überhaupt in die Türkei reisen?
Noch nie haben meine Reisepläne derlei Überraschung bis Skepsis oder fast schon blankes Entsetzen ausgelöst. Politik und Sicherheit - darf man derzeit überhaupt noch in die Türkei reisen?

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Teil 1 - Politik. Trilogie einer Türkeireise März 2017

Geodäten unter sich

17. March 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

03/17/17

von Marco Giardino

Ich war gespannt, was mich die nächsten zwei Wochen am Lehrstuhl für Geodäsie (Max Kneißl Institut in Eichenau) erwarten würde. Hier sollten die Übungen zu den ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen der Geodäsie für B.Sc. Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung stattfinden. In der Öffentlichkeit sieht man sie ja immer wieder, die Vermessungsingenieure mit ihren „Laserpistolen". Schon als ich noch jung war, fragte ich mich immer, was „die" da eigentlich machen. Mancher hält sie sogar für Polizisten auf der Jagd nach Rasern. Zugegebenermaßen besteht eine gewisse Ähnlichkeit. Als ich das Gebäude des Lehrstuhls am Lindenweg in Eichenau suchte, war ich erst etwas ratlos. Wo, hier? In diesem ziemlichen verschlafenen Wohnviertel? Doch dann entdeckte ich ein kleines und etwas dreckiges Schild. Im Vorhof des Instituts derzeit ein Containerwohnheim für Asylbewerber, ist der Lehrstuhl etwas versteckt. Beim Betreten des Gebäudes war ich aber schon mal positiv überrascht. Das große Foyer ist recht gemütlich eingerichtet. Eine Menge Pflanzen stehen hier, so wie in unserem Institut auch. Außerdem zwei Couchen, schätzungsweise Jahrgang 1970, rein vom Stil her, aber dennoch zeitlos. Für kreative Studenten gibt es hier noch ein Klavier und für die sportliche Vorlesungspause eine Tischtennisplatte den Flur hinunter.

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Das Foyer des Max Kneißl Instituts (Foto: Marco Giardino)
Geodäten unter sich

Aktuell: Zum Projektstudium

08. March 2017, andreas.printz - Lehre, Studienalltag, Aktuelles

von Prof. Dr. Sören Schöbel

Womit eröffnet sich passend ein Blog zur Landschaft an der TUM, zumal in der vorlesungsfreien Zeit? Im Tagesgeschäft nachgesehen: da liegt eine Email aus der Verwaltung, die eine Begründung haben will, warum Studienprojekte voll auf die Lehrverpflichtung angerechnet werden sollen, und nicht etwa nur halb oder zu einem Drittel, wie das nämlich bei einigen 'Sonderformaten' in der Lehre, Praktika oder Exkursionen der Fall ist. Also schauen wir uns doch mal an ...

... was Projektstudium bedeutet.

Obwohl das Projektstudium seit bald einem halben Jahrhundert anerkannte und verbreitete Lehrveranstaltungsform ist, ist es in der Verwaltung, vermutlich auch bei vielen Kollegen der anderen Fakultäten offenbar nicht gut bekannt:

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Aktuell: Zum Projektstudium

Frei Otto. Denken in Modellen. Bauen mit der Natur.

03. March 2017, andreas.printz - Aktuelles, Personen

von Andreas Printz

Ausstellung am ZKM in Karlsruhe. Nur noch bis 19. März!

Frei Otto kennt eigentlich jeder, auch wenn ihm der Name möglicherweise unbekannt oder gar merkwürdig vorkommt. Frei Otto ist der Architekt der Münchener Olympiastadionbauten! Sollte man ihn immer noch nicht kennen, sollte man das auch und gerade als angehende/r LandschaftsarchitektIn oder LandschaftsplanerIn schleunigst nachholen: Frei Otto (†2015) war einer der bekanntesten deutschen Nachkriegsarchitekten, welchen es gelang international ein neues Deutschlandbild jenseits faschistischer Brachialität zu vermitteln. Zwei Monate nach seinem Tod wurde Frei Otto mit einem der wichtigsten Architekturpreise, dem → Pritzker-Architekturpreis ausgezeichnet.

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Frei Otto. Denken in Modellen. Bauen mit der Natur.

Bürgermeister für einen Tag? – Planspiel Landschaftsplanung

02. March 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Marco Giardino

Die Gemüter im Ampertal führten eine hitzige Diskussion über die geplanten ICE-Trassen – so ungefähr leitete der Moderator die Diskussion im Planspiel in der Landschaftsplanung ein. Es folgte ein doch sehr gesitteter Schlagabtausch zwischen den Diskussionsteilnehmern. Diskutiert wurde zum Beispiel wo und warum oder ob überhaupt eine ICE-Trasse gebaut werden soll. Betrachtet wurden dabei finanzielle, soziale und vor allem ökologische Gesichtspunkte. Unter den Diskutanten fanden sich Bürgermeister, Stadträte, Vertreter der Deutschen Bahn, Umweltschützer, Behördenangehörige und andere Mitredner. All diese Rollen wurden von Studierenden belegt und „gelebt“.

Der Diskussionsrunde gingen langwierige Beratungen, Überzeugungsversuche und Strategieabsprachen mit anderen Interessengruppen voran. Mithilfe von Botschaftern wurde kommuniziert und Treffen zwischen den Interessengruppen arrangiert. Schon in den einzelnen Gremien kam es dann zu hitzigen Diskussionen.

Am Ende des Planspiels, nachdem wieder jeder aus seiner Rolle zu sich selbst fand, folgte eine Feedback- und Reflexionsrunde. Als positiv wurde vor allem bewertet, dass man sich in einem Planspiel auch in einer Rolle finden kann, die eine zur eigenen Meinung konträre Ansicht vertritt. Trotzdem muss man sich in einem solchen Fall aber in seine Rolle hineinfühlen und überzeugend wirken.


Donnerstags bei den Erstsemestern – zwischen Faszination und Frustration

28. February 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Marco Giardino

Eilig sieht man Freisinger LA/LP-Studenten um 9:27 Uhr am Münchner Stammgelände der TUM in ein Treppenhaus stürmen – was ist hier los? Des Rätsels Lösung hat zwei Buchstaben, aber große Wirkung: E&G (Entwerfen und Gestalten).

Aber nun von vorne. Donnerstag ist München-Tag für die Erstsemester. Gelehrt werden in München die Grundlagen des Entwerfens und der Gestaltung. Abgaben im Lehrstuhl E&G sind dann meist bis 9:30 Uhr zu erledigen. Ab 9:45 Uhr gibt es mit den Studenten der Architektur einen lehrreichen Kurs im Architekturzeichnen. Peter Schmid, der Dozent, ist hochmotiviert und immer gut aufgelegt als Vorzeichner an der Tafel. Kurz mal hochkonzentriert im eigenen Skizzenbuch versunken und dann wieder den Blick auf die Tafel gerichtet – Peter ist schon fünf Schritte weiter - und immer noch gut aufgelegt. Nachdem die Zeichnung, mehr oder weniger ordentlich, fertiggestellt wurde, gilt es, sich einen der begehrten E/G-Stempel in sein Skizzenbuch stempeln zu lassen. Vergleichbar ist dieser Vorgang mit der Hauptreisezeit an der Mautstation am Brennerpass. Ewige Studenten-Schlangen stauen sich vor den Stempel-Assistenten. Sind alle Skizzenbücher gestempelt geht es zurück an die Plätze – es folgt eine Vorlesung bei Prof. Graff.

Nach delikatem Mensa-Mittagessen geht es in den Weißen Saal – der große Arbeitsraum mit Dachterrasse und herrlichen München- und Alpenblick. Feine Speisen und Kaffeespezialitäten gibt es, sogar mit Rabatt, im Vorhoelzer-Forum gleich neben an. Hier lässt sich mal eine kreative Sammlungsphase einlegen, bevor im Weißen Saal wieder das Verhandeln um Konzepte und Ideen mit den Assistenten der Lehrstuhls E&G ansteht.

Steht dann endlich ein „abgesegnetes“ Konzept, heißt es, dies bald als möglich in der institutseigenen Werkstatt in Freising umzusetzen. Die Zeit scheint in der Werkstatt eine andere Geschwindigkeit zu haben, ja fast zu verfliegen – schon wieder Mitternacht und immer noch nicht fertig? Manch ein Geist soll sogar noch in den frühen Morgenstunden des nächsten Abgabedonnerstags in der Werkstatt spuken – aber das sind nur Gerüchte.
E&G - ohje...


Abschlusskritik LA1

24. February 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Marco Giardino

Am Freitag den 03.02.2017 war es soweit! Für die Erstsemester gab es die erste Abschlusskritik ihrer Studienlaufbahn. Monatelang wurde auf den Termin hingearbeitet und hin gefiebert. Mit Höhen und Tiefen, Pizzakartons und Überdosen an Coffein. Tag und Nacht wurde an einem neuen Stadteingang für den Freisinger Westen, gleich in der Nähe unserer Fakultät an der neuen Westtangente, geschraubt. Nun galt es, das Publikum, die anwesenden Gäste der Planungsbehörden und vor allem Prof. Weilacher vom eigenen Entwurf zu überzeugen – innerhalb von 5 Minuten. Das war nämlich die maximale Zeit, die jede Gruppe für ihren Vortrag zur Verfügung hatte. Monatelange Arbeit auf 5 Minuten runterbrechen? Eine wirkliche Herausforderung also. Die Präsentationen waren bunt gemischt. Vom dezenten Erdskulptürchen bis zum Erdkoloss. Die Inspirationen waren vielfältig. Während den Präsentationen wurde herzlich gelacht, aber es floss auch so manch eine (Freudens-)Träne. Nicht zuletzt wegen dem ein oder anderen Schockmoment und Spaß, den sich Herr Weilacher erlaubte. Am Ende ist jedoch nicht entscheidend, sich über negative Kritiken zu ärgern. Sondern viel mehr, diese Kritik in das nächste Projekt mit zu nehmen - neue Perspektiven kennen zu lernen und anzunehmen. Nachdem es also dann geschafft war, wurden alle Entwürfe gemeinsam im Foyer aufgehängt und der Tag bei einem kühlen Feierabendbier und Plauderei ausklingen lassen. Ein lehrreiches, anstrengendes aber auch witziges Semester geht somit zu Ende. Auf ein Neues!

Die ersten Gruppen machen sich startbereit (Foto: Marco Giardino)
Letzte Vorbereitungen werden getroffen (Foto: Marco Giardino)
Die Ränge füllen sich langsam (Foto: Marco Giardino)
Geschafft! Ausklang im Foyer (Foto: Marco Giardino)

Allein unter Architekten

21. February 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Svenja Schmitz

Machen wir uns auf den Weg zum Stammgelände.
Mit Zeichenrolle und Deuter-Rucksack ausgestattet, das Haar strubbelig und die Klamotten praktisch. Das ist der typische Landschaftsarchitekt –und planer wie man ihn an der Uni häufig zu sehen bekommt. Am Grünen Campus, denkt man darüber keine 2 Sekunden nach.
Wieso auch? Hier sehen alle so aus und man fühlt sich pudelwohl.

Das Stammgelände ist da eine andere Welt. Schließlich wimmelt es hier nur so von Architekten und BWLern, die sich ohne Wollmantel und perfekt sitzende Frisur nicht vor die Tür wagen und dafür morgens lieber 10 Min zu spät in den Hörsaal schlendern.
Man soll andere Leute ja nicht in Schubladen stecken, aber seien wir mal ehrlich. An Stereotypen ist immer etwas Wahres dran.

Der Donnerstag ist bei Landschaftsarchitekten nicht gerade der beliebteste Tag der Woche.
Als wäre es nicht schon schwer genug, gerade Linien im geforderten Winkel frei Hand zu zeichnen, hat Peter in der Zeichenstunde so ein schnelles Tempo drauf, dass man, wenn man zur falschen Zeit blinzelt und einen Zwischenschritt verpasst, gar nicht mehr klar kommt.
Da kann es auch mal passieren, dass einem beim kurzen Blick auf die Zeichnung des Architekten neben einem vor Scham die Röte ins Gesicht steigt.

Vom allseits bekannten „E. u. G.“ (Entwerfen und Gestalten)-Lehrstuhl gibt es aber auch nichts geschenkt.
Man verlangt nicht nur, dass wir kreative Ideen haben, sondern diese auch noch anschaulich aufs Papier bringen, um sie dann noch mit einem ausgeklügelten Konzept zu unterstützen
und in einem perfekten Modell zu verwirklichen.

Als wäre das nicht genug, wird man von den Architekten dann gerne noch als spatenschwingender Bäume-Umarmer bezeichnet. Das könnte eine verletzende Wirkung haben, aber wir lieben Bäume nun mal wirklich.
Dafür ernten wir dann wenigstens anerkennende Blicke von der Seite, wenn es um das Zeichnen von Vegetation um das verdächtig einsturzgefährdet wirkende Haus herum, geht.

Wenn man jedoch einen Architekten allein erwischt, realisiert man schnell, dass die meisten von ihnen eigentlich ganz nette Menschen sind. Vielleicht ist es einfach die einschüchternde Wirkung von einer großen Gruppe, die schicker angezogen ist und das Zeichnen besser drauf hat. Und vielleicht ist es auch die voreingenommene Haltung unsererseits, weil man von den älteren Semestern bereits in der ersten Woche eingetrichtert bekommen hat, dass die Architekten von Grund auf böse sind.


Werkstatt statt Schulbank

20. February 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag

von Marco Giardino

Die Werkstatt unseres Instituts ist einer der Räume, in denen wir einen Großteil unserer Zeit verbringen. Hier gibt es alles was das Herz begehrt: Styrodurschneider (sehr begehrt!!!), Sägen, Kleber, ... Noch dazu erhält man sachkundigen Rat von Modellbauer und Werkstattleiter Bernhard, der einem immer zur Seite steht, falls man als Werkstatt-Anfänger nicht weiter weiß. Betritt man die Werkstatt, so herrscht stets und uhrzeitunabhängig geschäftiges Treiben, denn: es gibt immer was zu tun! Ob für E&G (Entwerfen und Gestalten) oder LA (Landschaftsarchitektur), irgendwas gilt es immer zusammenzuschustern. Ist man dann einmal zu Werke, so vergeht die Zeit schon mal schneller als einem recht ist. Allerdings ist der Fortschritt am Modell und der Fortschritt der Zeit keinesfalls direkt proportional. Interessante Gespräche mit den Kommilitonen über Gott, die Welt und über den Modellbau sind aber immer wieder aufschlussreich. Und so ist man manchmal noch zur Geisterstund’ in der Werkstatt. Ob um diese Zeit auch noch geistreiche Ideen entstehen, wird sich in der Bewertung zeigen. Zweifelsohne wären wir aber ohne unsere gemütliche Werkstatt das ein oder andere Mal ziemlich hilflos und verloren.

Unsere Institutswerkstatt (Foto: Marco Giardino)
Hier ist was geboten...Tag und Nacht! (Foto: Marco Giardino)
Werkstatt statt Schulbank