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Nature Nerds auf Tour

Avatar of Redakteur: Marco Giardino Redakteur: Marco Giardino - 07. July 2019 - Aktuelles

von Judith Kloibhofer

"Jugend trifft Biodiversität" fand vom 28. bis 30. Juni 2019 auf der Burg Rothenfels statt. Um die Artenkenntnisse der jungen Generation zu fördern, lud das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz 25 Fachexperten für Flora und Fauna ein. Unter den 70 Teilnehmern aus ganz Deutschland waren die Freisinger stark vertreten.

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Blick von Burg Rothenfels über das Maintal (Foto: Judith Kloibhofer)
Die Nature Nerd in Aktion (Foto: Judith Kloibhofer)

Angekommen an der Burg kamen wir bald mit Gleichgesinnten und Artenexperten ins Gespräch - egal ob über die Mauerseglerkolonie und die Lindenwanzen in der Luft oder die noch nicht vom Zünsler aufgeknabberten Buchsbaumhecken. So hat das Einleben bei Freibier und leckerem Essen nicht lange gedauert. Am nächsten Morgen stand das Frühstück bereit um uns für einen spannenden Tag zu stärken. Aufgeteilt auf verschiedene Artengruppen, wie zum Beispiel Pflanzen, Vögel, Tagfalter, Pilze uvm., ging es gemeinsam mit den Experten hinaus in den Naturpark Spessart. In der Mittagspause wurden beim Drei-Gänge-Menü gleich die ersten Highlights ausgetauscht: Mosaik-Schichtpilze, Rot- und Schwarzmilane in nächster Nähe, wunderhübsche Sandbienen mit lila Sammellocke, Wechselkröte und eine Blauflügelige Ödlandschrecke. Am Nachmittag forderte uns nicht nur die sengende Mittagshitze und die erneute Informationsfülle heraus, sondern auch ein spöttender Buchfink, der selbst die Experten an ihre Grenzen brachte. Wer jetzt denkt, dass wir am Abend am Lagerfeuer die Füße hochgelegt oder im Main gebadet haben, liegt falsch - weiter ging's mit den Wildbienen unterm Binokular oder Fledermausbeobachtungen bis tief in die Nacht. Vor dem Aufbruch zum letzten Exkursionsblock am nächsten Vormittag, konnten wir noch die Chance nutzen eine kleine Rauhaut-Fledermaus anzuschauen, die sich zur Pflege in der Obhut einer Expertin befand. Überrascht davon, wie schnell die Zeit vergangen war, wurden eiligst Adressen ausgetauscht und die letzten, dringlichen Fragen untereinander geklärt.

Alle gingen mit dem einen oder anderen Highlight in der Tasche nach Hause, um die persönliche Sammlung zu ergänzen. Gemeinsames Fazit am Ende der Veranstaltung: Der Artenkenner ist wieder von der Roten Liste zu streichen. Jedoch sollte er weiter unter Beobachtung stehen. Lebens- und Entfaltungsräume sind weiterhin mit so viel Elan wie an diesem Wochenende zu fördern. Danke für diese unvergessliche Zeit!

Raupe des Wolfsmilchschwärmers (Foto: Judith Kloibhofer)
Eine Bauchsammlerbiene (Foto: Judith Kloibhofer)
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